Tägliche Zahnpflege hilft bei Problemen



Gerne beantwortet Ihnen Dr. Daniel Koch die häufigsten Fragen rund um die Zahngesundheit Ihres Vierbeiners. Einfach auf die entsprechende Frage klicken, und schon wird sie von Dr. Koch beantwortet.

Dr. med. Vet. ECVS Daniel A. Koch ist Spezialist für Kleintierchirurgie sowie Zahnheilkunde bei Hunden und Katzen.

Er verfasste zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten und ist Gründungsmitglied der Schweizer Diskussionsgruppe für Zahnheilkunde.

Dr. Koch

Zähne sind für Hunde viel bedeutender als für uns Menschen. Sie sind vielseitiges Werkzeug, dienen der Futteraufnahme und –zerkleinerung sowie der Fellpflege und sind Spielhilfe – sie übernehmen also viele Funktionen der Hände des Menschen.

Immer mehr lese ich über Zahnpflege beim Hund. Ist das nicht etwas übertrieben?
Dr Koch: Zähne sind für Hunde viel bedeutender als für uns Menschen. Sie sind vielseitiges Werkzeug, dienen der Futteraufnahme und –zerkleinerung sowie der Fellpflege und sind Spielhilfe – sie übernehmen also viele Funktionen der Hände des Menschen. Der Zustand von Zähnen und Zahnfleisch hat zudem grossen Einfluss auf den Gesamtgesundheitszustand des Hundes. Die Gesunderhaltung dieser Strukturen lohnt sich deswegen auf jeden Fall.
Wieso ist es wichtig, auf die Zähne meines Hundes zu achten?
Dr Koch: Die Zähne sind für Ihren Hund so wichtig wie für Sie selbst. Tägliche Pflege erspart dem Hund nicht nur Schmerzen, sondern ist für den allgemeinen Gesundheitszustand des Hundes lebenswichtig.Es ist bekannt, dass Leber, Nieren-, Herz- und Gefässprobleme auf schlechte Gebissgesundheit zurückzuführen sind. Die Krankmacher sind die Bakterien aus dem Zahnbelag, dem Zahnstein und der entzündeten Maulschleimhaut. Die Zähne Ihres Hundes zu pflegen heisst also, seine allgemeine Gesundheit zu erhalten.
Wie weiss ich, ob mein Hund an Zahnproblemen leidet?
Dr Koch: Die einen Hunde fühlen sich dann unwohl, die anderen haben schlechten Atem und andere zeigen überhaupt keine Symptome. Für eine Beurteilung des Gebisses heben Sie die Lefzen an und kontrollieren Sie Zähne und Zahnfleisch. Auffällig und nicht normal ist übermässiger Zahnsteinbelag. Ist das Zahnfleisch rot, blutet leicht oder bildet es sich schon zurück, handelt es sich um eine Zahnfleischentzündung. Eine Kontrolle beim Tierarzt ist dann sehr zu empfehlen
Mein Hund hat schlechten Atem; heisst dies, dass er an Zahnfleischentzündung leidet?
Dr Koch: In den meisten Fällen trifft dies zu. Es kann aber auch einfach an der Nahrung liegen, die sie ihm geben. Falls der schlechte Atem aber konstant anhält, ist dies ein klarer Hinweis auf Zahnfleischprobleme. Kontrollieren Sie das Gebiss Ihres Hundes und Sie wissen, ob Sie zum Tierarzt gehen müssen.
Ich kann meinem Hund nicht die Zähne putzen, ohne dass er die Zahnbürste zerbeisst. Was soll ich tun?
Dr Koch: Die meisten Hunde zerkauen fast alles, was Sie ihnen ins Maul legen - auch Zahnbürsten. Darum muss man den Hund mit viel Geduld an das Zähnputzen gewöhnen. Geht es trotzdem nicht, ist jeden Tag ein Pedigree DentaStix® eine tolle Alternative.
Ich liebe meinen Hund, aber das mit dem Zähneputzen ist mir dann doch zuviel.
Dr Koch: Eine gute Zahnhygiene würde auch Ihrem Hund gut anstehen. Ich verstehe, dass die Motivation nach einer professionellen Gebissreinigung beim Tierarzt höher ist als ein paar Monate danach. Zudem muss man jede Woche mindestens 3 x die Zähne putzen, sonst nützt es gar nichts. Wenn sich Ihr Hund überhaupt nicht für das Zähnputzen begeistern lässt, sind die Dentaprodukte wie Pedigree DentaStix® eine sehr gute Aternative.
Wieso soll ich täglich Dentastix verfüttern, wenn der Tierarzt ja den Zahnstein entfernen kann?
Dr Koch: Mit Kauprodukten, auf welchen die Hunde intensiv kauen müssen, wird Plaque regelmässig vom Zahn abgestreift. Somit wird der krankmachende Prozess zu Zahnfleischentzündungen und Zahnstein immer wieder unterbrochen. Damit müssen Sie viel weniger oft zum Tierarzt gehen, um dort in Narkose eine Dentalhygiene durchführen zu lassen.
Können schon im Welpenalter Zahnfleischprobleme entstehen?
Dr Koch: Welpen haben den Vorteil, dass die meisten ihrer Zähne nach ca. 6 Monaten wechseln. Dadurch ist zwar der erste Zahn mit Plaque und Zahnstein weg, aber eine etwaige Zahnfleischentzündung bleibt bestehen. Ich würde empfehlen, dass man die Welpen langsam daran gewöhnt, dass man ihnen ins Maul schaut. So kann man gleich auch Plaque mit einem Tupfer abstreifen. Später wird es dann kein grosses Problem mehr sein, dem erwachsen werdenden Hund die bleibenden Zähne mit einer weichen Zahnbürste und Hundezahnpasta zu bürsten.
Machen DentaStix® meinen Hund fett?
Dr Koch: Ein DentaStix® pro Tag, was empfohlen wird, macht Ihren Hund nicht übergewichtig. Ersetzen Sie gegebenenfalls bisherige Goodies mit DentaStix®. Beachten Sie unsere Tabelle, wie Sie die Futterabgabe regeln sollen. So können Sie eine ausgewogene Ernährung mit optimaler Dentalpflege kombinieren und einen guten Gesundheitszustand Ihres Hundes gewährleisten.
Mein Hund frisst Trockenfutter. Genügt dies nicht, seine Zähne sauber zu halten?
Dr Koch: Es ist halt so, dass die Hunde unserer Zeit ihre Beute nicht mehr selber jagen müssen. Deswegen wird das Gebiss – auch mit Trockenfutter – nur noch ungenügend selber gereinigt. Jede Futterart setzt sich an den Zähnen und am Zahnfleisch ab, was Zahnfleischentzündungen und Zahnstein verursachen kann. Somit ist tägliche Pflege sehr wichtig.
Immer wieder höre ich, dass nur Trockenfutter ideal ist.
Dr Koch: Das kann man so nicht sagen. Die Speichelzusammensetzung, die Zahnstellung und Gesundheitszustand des Hundes sind wichtige Einflussfaktoren für das Auftreten von Parodontalerkrankungen.Und: auch Hunde lieben die Abwechslung. Auch hier gilt: Machen Sie die Fütterung genau so zum Spass, wie das Spielen und die Erziehung. Öfters mal was anderes.
Wie oft soll ich die Zähne meines Hundes reinigen?
Dr Koch: Es ist wichtig, die Zähne ihres Hundes mindestens 3 mal pro Woche zu reinigen. Dabei wird der Zahnbelag, die so genannte Plaque, abgestreift. Plaque besteht aus Futterresten, Zellen aus dem Maul, Bakterien, deren Ausscheidungsprodukten, Eiweissen und weissen Blutkörperchen. Plaque kann man so lange einfach mit einer Bürste entfernen, bis sie durch Elektrolyte des Speichels mineralisiert wird. Das dauert im Normalfall 3 Tage. Wenn das Putzen mit der Bürste sehr mühsam oder unmöglich ist, probieren Sie es gegebenenfalls mit den Pedigree DentaStix®.
In der Wildnis putzen sich Hunde ihre Zähne ja auch nicht. Wieso sollte ich es tun?
Dr Koch: Hunde in der Wildnis erbeuten Tiere. Sie müssen die Nahrung also vom Knochen abreissen, was Ablagerungen verhindert und somit die Zähne sauber hält. Unsere Hunde fressen aus dem Napf und darum entstehen Ablagerungen.
Sind bestimmte Hunde anfälliger auf Zahnprobleme als andere?
Dr Koch: Kleine Hunde fressen oft weniger strukturiertes Futter. Hunde mit einer kurzen Nase haben meist Zahnfehlstellungen, was das Hängenbleiben von Futterresten fördert. Wenn Sie die Zähne täglich putzen, sollten jedoch keine Probleme entstehen. Falls Sie trotzdem Bedenken haben, sind die kleineren Pedigree DentaStix® eine gute Lösung.
Wie oft sollte ich die Zähne meines Hundes vom Tierarzt kontrollieren lassen?
Dr Koch: Ihr Tierarzt kontrolliert sie in der Regel ein Mal pro Jahr, wenn er Ihren Hund impft. Kontrollieren Sie die Zähne zu Hause trotzdem einmal pro Woche. Welche sind die Konsequenzen einer ernsthaften Zahnfleischentzündung, einer so genannten Prodontitis? Wie beim Menschen wirken sich diese auf den Gesamtorganismus aus. Die Konsequenzen können Unbehagen, Zahnverlust, schlechter Atem oder sogar Herz-, Nieren- oder Leberentzündungen sein. Sie sind auf krankmachende Bakterien zurückzuführen, die sich im Maul des Hundes festsetzen und beim Unterlassen ihrer Entfernung im Körper streuen können. Somit ist es essentiell, dass Sie die Gesundheit seiner Zähne sicherstellen.
Wie putze ich meinem Hund mit der Bürste die Zähne?
Dr Koch: Die Methode gleicht unserer. Es gibt dazu spezielle Instrumente: entweder eine "Fingerbürste", die Sie über Ihren Zeigefinger stülpen oder eine extralange, aber weiche Zahnbürste. Verwenden Sie zusätzlich Hundezahnpasta. Auf keinen Fall sollten Sie Humanzahnpasta nehmen, weil die Hunde diese mit samt ihrer aggressiven Inhaltsstoffe abschlucken.
  • Heben Sie die Lefzen an.
  • Setzen Sie mit der Bürste bei den hinteren Zähnen an.
  • Fahren Sie jetzt in gleichmässig-runder Bewegung fort.
  • Belohnen Sie Ihren Hund mit einem Spaziergang
Es ist sehr einfach und Prävention ist besser als Behandlung. Kann man auch bei einem älteren Hund mit dem regelmässigen Zähneputzen beginnen? Ja, obwohl er das Gefühl oder den Geschmack der Zahnpasta vielleicht nicht mögen wird, weil man es ihm nicht schon während des Welpenalters angewöhnt hat. Doch gerade bei älteren Hunden ist Zahnpflege sehr wichtig, weil sie anfälliger als jüngere Hunde sind. Welche Bedeutung hat das Gebiss für Hunde? Die Zähne sind für Hunde noch viel bedeutender als für uns Menschen. Sie dienen gleichzeitig als vielseitiges Werkzeug und ersetzen zum Teil unsere Hände. Der Hund setzt sie nicht nur für die Futterzerkleinerung und -aufnahme ein, sondern zum Beispiel auch für die wichtige Fellpflege. Die Zähne stellen im komplexen Zusammenspiel mit Lefzen und anderen Körperteilen sogar ein wichtiges Kommunikationsmittel dar.
Sind Spielzeuge für meinen Hund sinnvoll?
Dr Koch: Spielzeuge spielen vor allem während des Welpenalters eine wichtige Rolle. Ihnen helfen sie bei der Erziehung und Ihrem jungen Hund bei der Zahnpflege. Jedoch ist nicht jedes Spielzeug geeignet: Kleinteile davon können verschluckt werden und als Fremdkörper Probleme verursachen. Tennisbälle haben eine zu aggressive Oberfläche. Welche Spielzeuge besser und welche weniger geeignet sind, sagt Ihnen der Tierarzt.
Mein Hund gehört eigentlich nicht zu einer Rasse, die viel speichelt In letzter Zeit speichelt er aber trotzdem viel. Was ist los?
Dr Koch: Stärkeres Speicheln ist meistens anatomisch bedingt, darum ist es bei bestimmten Rassen ganz normal. Plötzlich auftretendes Speicheln bei Hunden, die es normalerweise nicht machen, ist jedoch nicht normal und muss genauer untersucht werden, denn die Ursache können Entzündungen, Zahnprobleme, gutartige oder bösartige Tumoren, Verletzungen oder Fremdkörper im Maul sein.
Zustimmung zu Cookies